Über mich

Es fing mit meiner Oma Erika an.
Sie hatte immer eine Kamera dabei, schrieb Gedichte und kleine Texte, verkaufte sie an die Zeitung. Eine Influencerin, bevor es das Wort gab. Sie nahm mich mit auf Fototouren, und irgendwann bekam ich meine erste eigene Kamera, einen Kodak mit Blitzwürfel, der befriedigend klickte und leicht nach verbranntem Plastik roch. Ihr wisst schon. 😉


Mit 14 kam die Foto-AG in der Schule. Schwarzweißfilm, Dunkelkammer, Entwicklerschalen. In einem Jahr gewann ich einen ersten Preis beim Fotowettbewerb in Münster. Der Preis: ein Vergrößerer und alles was dazu gehört. Meine Mutter hatte ohnehin schon die Kameras und Objektive meiner Oma geerbt, meine Eltern fotografierten in den 70ern alles auf Dia. Irgendwo im Keller lagern noch rund 30.000 davon. Fotografie war in dieser Familie einfach immer da, kein Hobby, eher eine Selbstverständlichkeit.

Dann kam das Leben dazwischen. Die Dunkelkammer verstaubte. Digital kam, aber die frühen 2000er fühlten sich nicht richtig an. Jahre mit Handy und nicht viel mehr.
Das Feuer kam zurück auf einer Bikepacking-Tour rund um den Gardasee. Ich blieb an einer Kurve stehen, schaute auf das was vor mir lag, und dachte: Das muss ich richtig festhalten. Das war der Moment.
Die Italien-Reise hat es besiegelt. Vier Wochen, 2200 Kilometer, eine DJI Mini 3 Pro und meistens eine Kamera auf dem Rücken. Danach ging die Kamera überall mit. Jeden Anstieg, jede Gravel-Abfahrt, jeden frühen Morgen bevor die anderen wach waren.
Ich fotografiere weil der Moment hinter der nächsten Kurve vielleicht der eine sein könnte, den es wert ist zu behalten. Nicht für Klicks. Für die Fahrt, für die Menschen die dabei sind, für den Blick den jemand oben hat wenn die Qual vorbei ist und die Aussicht kommt.
Die Kamera kommt mit. Das ist die ganze Idee.
