Mallorca

Mallorca hat eine eigene Sprache. 750km in 8 Radtagen. Und die Kamera war jedes Mal dabei.

Teilen
Mallorca

Mallorca. Jedes Jahr. Ohne Diskussion.

Irgendwann im Herbst fängt es an. Die Tage werden kürzer, der Wahoo Kicker steht wieder im Wohnzimmer, und die erste Nachricht in der Gruppe kommt: "Wann buchen wir?"

Seit drei Jahren fahren wir im März nach Mallorca. Acht, neun Leute, Männer und Frauen, alle mit demselben Plan: jeden Tag Rad fahren, jeden Abend darüber reden, und am nächsten Morgen um 7 Uhr beim Frühstück sitzen als wäre nichts gewesen.

Der erste Tag ist immer eine kleine Runde zum Einrollen. "Nur die Beine lockern." Alle wissen dass das gelogen ist.






Danach wird geplant. Höhenmeter wenn die Beine es erlauben. Cap de Formentor, Sa Calobra, der Westküstenklassiker, die Tramuntana, der Soldatenhügel. Und natürlich die Repsol-Tankstelle am Coll de sa Batalla, legendärer Treffpunkt für Radfahrer aus ganz Europa. Bocadillo, Espresso, kurz durchschnaufen, weiter. Rad checken, Trinkflaschen füllen, Kamera rein, und los.




Der erste Café-Stopp ist heilig. Kaffee, Kuchen, Baguette, egal. Hauptsache sitzen, kurz durchatmen, und dann geht es weiter.

Das Schöne an einer Gruppe Gleichgesinnter: keiner fragt warum du schon wieder anhältst. Die Gruppe wartet einfach. Wenn ein Licht gut ist, ein Moment sich ergibt, halte ich an. Die Fotos teile ich abends, jeder bekommt seinen Moment zurück.





Mallorca funktioniert weil es Freiheit ist. Nicht die Freiheit am Pool zu liegen, sondern die andere. Die bei der man sich einen Berg hochquält, oben ankommt, kurz gar nichts denkt, und dann wieder runterfährt. Mit Blick auf das Meer, die Mandelblüten neben der Straße, das Licht das im März noch weich ist.

Wer das einmal gemacht hat versteht warum wir es jedes Jahr wieder tun.